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Der Bergbauweg Landsweiler-Reden

Neunkirchen

Overzicht
Route:
8 km
Duur:
ca. 4 Stunden
Start:
Schiffweiler
Doel:
Schiffweiler
Aard van de Route:
Wanderweg,Lehrpfad
Plaatsen langs de route
Schiffweiler
Beschrijving
De wandelweg heft alleen een duits tekst. De translatie: www.google.nl

Stationen: A 1 -A 15

Länge: 8 Km

Der Bergbauweg A ist dem Grubenstandort Reden gewidmet. Er führt darüber hinaus zu Orten, die deutlich machen, daß der Bergbau auf Steinkohlen die Kulturlandschaft rund um Landsweiler-Reden im Laufe von Jahrzehnten in vielfältiger Weise geprägt und verändert hat.

Anfangspunkt unseres Rundweges ist der Marktplatz von Landsweiler-Reden. Den Eingang der im Jahre1981 fertiggestellten Klinkenthalhalle ziert eine Seilscheibenhälfte, die auf die große Bergbautradition des Raumes hinweist. Über die Kreisstraße erreichen wir eine unmittelbar hinter der Mehrzweckhalle beginnende Grünanlage. Im Jahre 1999 hat die Gemeinde Schiffweiler hier in der Talaue des Klinkenbaches die Eingangsarchitektur des am 1. Juli 1846 angehauenen Reden-Stollens (A1) wieder aufstellen lassen. Die Lage des Stolleneingangs ist dokumentiert, es liegen aber keine Darstellungen vom originalen Aussehen der Mundlocharchitektur vor. Die Rekonstruktion ist dennoch wichtig, erinnert sie doch an das bergbauliche Zeugnis, das den Beginn der Grube Reden markiert.

Von besonderer bergbaugeschichtlicher und industriekultureller Bedeutung ist die in der Bahnhofstraße Nr. 28 stehende Berginspektion (A4). Sie entstammt dem Jahr 1866. Der Bau ist eines der wichtigsten Dokumente der Verwaltungstätigkeit im Saarbergbau. Blickfang in der zweigeschossigen, elfachsigen Schaufassade ist der von einem Dreiecksgiebel bekrönte Mittelrisalit, Die Quaderrahmung und die Inschrift "Inspection VI" sind ebenso wie die Bergbauembleme "Schlägel und Eisen" aufgeputzt. Beim Hinweisschild "Schützenverein Hubertus Landsweiler" verlassen wir die Bahnhofstraße und steigen hinab in das Tal des Klinkenbaches, der auch in diesem Landschaftsteil verrohrt ist. Ein malerischer, geradezu verwunschen wirkender Ort erschließt sich uns. Große alte Bäume (A5) stehen hier, zum Teil bilden sie lange, parallele Reihen. Im Klinkental fanden in historischer Zeit die traditionellen Bergfeste statt. Damals waren unter den schattenspendenden Bäumen Tische und Bänke aufgestellt und einen Tag lang "stand das Revier Kopf". Heute weisen nur noch vereinzelte Spuren darauf hin, daß Tausende von Bergleuten hier ihre Freizeit verbrachten und sich dabei von den Mühen der Arbeit erholten.
Links an der Bogenschießanlage vorbei führt der Fußweg hinauf zur Kreisstraße, in die wir nach links einbiegen. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite erwartet uns eine aus zehn Bergarbeiterhäusern bestehende Zeilenbebauung (A6). Die Mietshäuser dokumentieren zwei Epochen des Saarbergbaus. Aus der Zeit der Mines Domaniales Francaises stammen die Doppelhäuser, also die für zwei Mietparteien konzipierten Gebäude. Das Anwesen Nr. 94/96 zeigt eine symmetrische, das Anwesen Nr. 114/116 eine asymmetrische Gliederung des Hauses in Grund- und Aufriss. Die nach funktionalen Gesichtspunkten gestalteten schlichten Vierfamilienhäuser sind hingegen allesamt nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden.

Beachtung verdient auch die auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindliche Denkmalanlage (A10). Die Grube Reden war im 19. und im frühen 20. Jahrhundert wiederholt von Grubenunglücken betroffen, Gefürchtet waren vor allem die "schlagenden Wetter", wie das hochexplosive Gemisch aus Sauerstoff und Kohlenwasserstoff (Methangas) bezeichnet wird. Zwei Denkmäler halten die Erinnerung an die beiden folgenreichsten Katastrophen auf dem Bergwerk wach, Dabei steht das in der Form einer neugotischen Stele gehaltene Denkmal an das Unglück vom 20. Oktober 1864, bei dem 34 Bergleute verunglückten, in direktem Kontrast zum blockhaften Steinquadrat des Denkmals von 1907. Am 28. Januar 1907 ließen, so steht es zu lesen, 150 brave Knappen auf dem Feld der Arbeit ihr Leben. Dieses Grubenunglück zählt zu den schwersten in der Geschichte des Deutschen Bergbaus.

Kurz vor Erreichen der ersten Häuser in der Saarbrücker Straße verlassen wir diese und steigen linker Hand hinab zur Werkssiedlung Madenfelderhof (A14). Die Kolonie, die heute ganz im Schatten der großen Halde liegt, gilt als das beste Beispiel einer Mietshaussiedlung aus der Verwaltungszeit der Mines Domaniales Francaises im gesamten Saarrevier und steht entsprechend unter Denkmalschutz. Baubeginn war im Sommer des Jahres 1920. Schon im Frühjahr des folgenden Jahres zogen die ersten "Kolonisten" ein. Im Jahr 1922 war schließlich die gesamte Siedlung bewohnt. Insgesamt besteht die Werkssiedlung Madenfelderhof aus 40 Doppelhäusern, die sich auf zwei Straßenzüge verteilen. Die vier zur Anwendung gekommenen schmucklosen Hausformen stehen im rhythmischen Wechsel trauf- bzw. giebelständig zur Straße.
Aansluiting paden
van Schiffweiler
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